
So streichen Sie eine Akzentwand
Als Akzentwände vor einigen Jahren in Mode kamen, hielten viele sie für eine kurzlebige Erscheinung. Inzwischen zeigt sich jedoch, dass dieser Trend bleibt – zu Recht, denn immer mehr Menschen entdecken die Vorteile für ihre Einrichtung.
Eine Akzentwand bringt gezielt Farbe in den Raum, ohne ihn zu überladen. Sie kann zudem optische Tiefe schaffen und manchmal sogar den Eindruck von mehr Platz vermitteln.
Damit die Wirkung gelingt, gibt es jedoch ein paar Grundregeln. Im Folgenden finden Sie hilfreiche Tipps, die Ihnen die Auswahl und Gestaltung Ihrer Akzentwand erleichtern.
1. Raumgröße berücksichtigen
Eine dunkle Akzentwand kann auch in kleinen Räumen erstaunlich wirken. Entgegen der landläufigen Meinung entsteht dadurch oft ein Eindruck von mehr Tiefe, sodass der Raum größer und länger erscheint. Besonders eine Rückwand in sattem Dunkelgrau, Schwarz oder Waldgrün entfaltet diese Wirkung. In Kombination mit hellen, neutralen Tönen wie Puderrosa oder Pudergrau wirkt der Raum trotz der dunklen Akzentfarbe frisch und einladend.
Auch in größeren Räumen oder offenen Wohnbereichen sind Akzentwände ein wirkungsvolles Gestaltungselement. Sie helfen, Bereiche optisch zu unterteilen, ohne Wände ziehen oder Möbel versetzen zu müssen. Mit einer Akzentfarbe lassen sich unterschiedliche Zonen definieren – sei es zum Arbeiten, für Yoga oder zum Spielen.


Welche Wand sollten Sie wählen?
Die Wahl der richtigen Akzentwand prägt den gesamten Raum. Eine unpassende Entscheidung kann dazu führen, dass der Raum unproportional wirkt oder nicht die gewünschte Wirkung entfaltet. Daher sollte es immer einen guten Grund geben, eine bestimmte Wand hervorzuheben – schließlich zieht sie sofort die Aufmerksamkeit auf sich.
Feste Regeln gibt es dabei nicht. Es lohnt sich jedoch, den Raum als Ganzes zu betrachten: Wie wird er betreten, eingerichtet und genutzt? In vielen Fällen eignet sich die Wand am besten, die Sie und Ihre Gäste als erstes sehen. Doch auch architektonische Besonderheiten wie ein Kamin, eine Dachschräge oder ein großes Fenster können eine Wand zum idealen Blickfang machen. Ebenso bietet sich die Wand hinter zentralen Möbelstücken an, etwa hinter dem Bett oder dem Sofa.
Achten Sie außerdem auf Symmetrie. Eine gleichmäßige Wand wirkt harmonischer als eine Fläche mit ungleichen Fenstern oder schrägen Elementen, die das Gesamtbild stören könnten.